Kochen mit Köpfchen

Essen fürs Wohlbefinden

Was wir essen, bestimmt wie wir uns fühlen. Wer gutes Essen noch dazu genießen kann, ist klar im Vorteil. Psychisch und physisch. Und wer obendrein in guter Gesellschaft speist, tut ganz nebenbei noch etwas für sein Wohlbefinden und Selbstbewusstsein.

Wir brauchen die richtigen Lebensmittel als Treibstoff für unseren Körper. Aber Essen ist weit mehr als bloße Nahrungsaufnahme damit wir überhaupt funktionieren können – es hält bekanntlich Leib und Seele zusammen. Was & wie wir essen, hat direkten Einfluss darauf, wie wir uns fühlen. Die Inhaltsstoffe unserer Nahrung steuern nämlich unseren Hormonstoffwechsel und somit in der Folge unsere Gemütslage. Mit der richtigen Ernährung können wir also unsere Gefühle, unser Denken und damit unser ganzes Wohlbefinden beeinflussen. Bestimmt hat es jeder schon einmal selbst erlebt: den Energieschub nach einem ausgewogenen, gesunden Essen wie auch das körperliche und gefühlsmäßige Tief nach einem Junkfood-Intermezzo.

1. Essen beeinflusst unser Handeln & Wohlbefinden

„Wer weiß, ob wir nicht einer gut gekochten Suppe die Luftpumpe und einer schlechten oft den Krieg zu verdanken haben“, mutmaßte der Göttinger Naturforscher Georg Christoph Lichtenberg (1742–1799). Unsere Psyche lässt sich also durch unsere Ernährung direkt steuern.

2. Die richtige Esskultur wirkt positiv auf den Körper

Aber nicht nur was wir essen nimmt direkten Einfluss auf unsere Gefühlslage, sondern auch wie wir essen. Und mit wem. „Dieses Gespräch hat mir auf den Magen geschlagen“, hat mir kürzlich eine Freundin nach einem unerfreulichen Business-Lunch verraten. Wir essen also Gespräche, die wir beim Essen führen mit – und nicht alle sind leicht verdaulich. Das gilt natürlich auf für das schnelle Essen im Büro vor dem Bildschirm oder daheim vor dem Fernseher. Essen ohne Blaulicht bekommt uns besser. Außerdem merken wir beim konzentrierten Schlemmen auch, wann der Körper uns signalisiert, dass er satt ist. Wer abgelenkt ist, isst nachweislich viel mehr als er braucht.

Essen_Wohlbefinden_bewusst

3. Bewusst essen, gesund satt werden

Langsam und ungestresst essen: Slow eating ist gesünder für unseren Körper. Nährstoffe werden besser aufgenommen, die Verdauung funktioniert besser. Diese beginnt übrigens schon im Mund: Gut kauen und Essen gut einspeicheln, dann tut sich der Körper um vieles leichter. Wer langsam isst und richtig kaut, merkt außerdem auch gleich, wann er satt ist. Und: Wer sein essen richtig genießen kann, ist danach viel zufriedener. Essen sollte ein Fest sein, kein flüchtiges Zusammentreffen zwischen Tür und Angel.

4. Gemeinsam Essen stärkt das Selbstbewusstsein

Nachmittags mit der Familie oder Freunden ganz gemütlich zur gemeinsamen Kaffeejause zusammensitzen, einen guten Strudel oder Kuchen genießen und entspannt plaudern. Gemeinsame Mahlzeiten stärken die familiären Bande und wirken identitätsstiftend – was besonders für Kinder und den Aufbau einen gesunden Selbstwertgefühls wichtig ist. Dabei ist es egal, ob „nur“ Mama und Kind beieinander sitzen oder die gesamte Großfamilie um den Tisch versammelt ist.

Essen_Wohlbefinden_Familie

5. Essen ist Seelenwärmer

Was und wie wir essen wirkt also entscheidend auf Körper, Seele und Geist. Und hat somit einen enormen Anteil daran, ob wir gesund sind. „Lass die Nahrung deine Medizin sein“, sagte der berühmte griechische Arzt Hippokrates. Und dazu gehört es auch, ein gutes Essen genießen zu können, damit es zum Balsam für die Seele werden kann.

(19.02.2020)

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