Kochen mit Köpfchen

Unsere kleine Teigfibel: Quicheteige

Im ersten Teil unserer Teigkunde-Reihe dreht sich alles um den Quicheteig. Wir klären, was genau eine Quiche ist, was den Teig ausmacht, wie er verarbeitet wird und worin die Unterschiede zur Tarte liegen.

Meistens ist es ja so: Wenn man ein Gericht, das einem unglaublich schmeckt zum ersten Mal isst, kocht man es danach eine Zeit lang ziemlich oft. Weil es Liebe auf den ersten Biss war. Deswegen findet bei vielen auch die geniale Quiche einmal pro Woche den Weg auf den Teller. Auch wenn es die Quiche in hunderten Varianten gibt – der Quicheteig bleibt doch derselbe. Und zu dem verraten wir dir heute alles.

Was ist eine Quiche?

Eine Quiche ist ein pikanter Kuchen, der typisch für die französische Küche ist. Dabei wird Mürbteig dünn ausgerollt, in eine runde Tarteform gedrückt und mit einer würzigen Füllung belegt. Typisch für die Quiche ist die sogenannte Royal, eine Mischung aus Eiern, Schlag und Milch, die zum Schluss über sämtliche Zutaten gegossen wird und für die notwendige Bindung sorgt. Die Original-Quiche stammt aus Lothringen, weswegen die klassische Quiche Lorraine auch die ursprünglichste aller Quiches ist. In die kommen zusätzlich zu Eiern, Schlag und Milch in der Royal nur noch geräucherter Speck, Käse und Zwiebeln – c’est ça.

Quiche mit unterschiedlichen Quicheteigen

Was ist ein Quicheteig?

Früher wurde die Quiche aus Brotteig hergestellt, heute wird dafür herzhafter Mürbteig ohne Zucker verwendet. In den Quicheteig kommen nur Mehl, Ei, Salz, Butter oder Öl und etwas Wasser. Wir von Tante Fanny haben drei verschiedene Quicheteige für dich im Programm. Unser frischer Butter-Quiche- und Tarteteig ist schon rund zugeschnitten und passt so perfekt in die Tarteform. Eine Alternative dazu ist unser klassischer, rechteckiger frischer Mürbteig, der übrigens vegan ist. Auch den runden Quiche- und Tarteteig gibt es als vegane Variante ohne Butter.

Wie kann ich meinen Quicheteig belegen?

Im Prinzip kann in eine Quiche alles, was dir schmeckt. Oder was du gerade zu Hause hast – Quiches sind nämlich tolle Verwerter. Ganz ohne Mühen vereinen sie deine Reste im Kühlschrank zu einer frischen Köstlichkeit. Und: Sie schmecken heiß und kalt, sind also auch ein perfektes Mitbringsel. Wenn du vegane Quiches bevorzugst oder einfach ab und zu einen veganen Tag einlegen möchtest, kannst du statt der Royal mit Eiern, Milch und Schlag auch Sojajoghurt und Speisestärke verwenden.

Was ist der Unterschied zwischen Quiche und Tarte?

Der Mürbteigboden ist bei Quiche und Tarte derselbe. Entscheidend ist der Belag. Quiches werden ausschließlich herzhaft belegt, Tartes süß oder pikant. Im Gegensatz zu Quiches können Tartes außerdem einen Deckel haben – dafür legst du einfach einen zweiten Teig oben drauf und stichst ihn mit einer Gabel einige Male ein, damit der Dampf entweichen kann. Und noch ein letzter Unterschied: Tartes brauchen nicht unbedingt eine Royal. Wenn du mehr Süße in deine Tarte bringen möchtest, kannst du als Basis auch unseren frischen süßen Butter-Mürbteig verwenden.

Quicheteig befüllen

Wie verarbeite ich Quicheteig richtig?

Wenn der Boden besonders knusprig sein soll, kannst du den Teig für zehn Minuten blindbacken. Dazu legst du den Quichteig gleich mit dem mitgelieferten Backpapier in die Form, deckst den Boden in der Form mit Backpapier ab und beschwerst dieses mit Hülsenfrüchten wie Bohnen und Linsen oder Getreide, wie zum Beispiel Reis. So geht der Teig beim Vorbacken nicht auf und bleibt schön flach. Auch wenn du eine Tarte mit Creme füllen möchtest, macht das Blindbacken Sinn. Wichtig ist, dass du die Form beim Blindbacken im Backrohr auf die unterste Schiene stellst. Grundsätzlich gelingen Quiches mit unseren Tante Fanny Teigen aber auch in einem Rutsch – also ohne Vorbacken. Wenn du wissen willst, ob deine Quiche durch ist, stichst du einfach mit einem Messer hinein. Wenn daran keine Fülle hängen bleibt, ist sie fertig. Bon appetit!

(29.01.2021)

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