Kochen mit Köpfchen

Wunderwuzzi Zucchini

Jetzt geht’s Schlag auf Schlag. Wenn die Zucchini reif wird, dann bildet jede Pflanze Unmengen an Früchten. Wir haben also in kurzer Zeit richtig viel Gemüse zu verarbeiten. Mit unseren 10 Ideen gar kein Problem …

Tatatataaaaa! Es ist Zucchinizeit. Von Mitte Juni bis Oktober bereichert das vielseitige Gemüse unseren Speiseplan. Zucchini ist richtig fein, weil sie eigentlich mit jedem gut auskommt. Der milde, sehr neutrale Geschmack macht sie zum perfekten Partner in sämtlichen Gemüsemischungen, für Fleisch und Fisch. Zucchini passt eigentlich immer. Zu so gut wie allem. Trotzdem gehen uns im Hochsommer, wenn es das Gemüse in rauen Mengen gibt, oft die Verarbeitungsideen aus – deswegen haben wir hier 10 Vorschläge für dich:

Ratatouille

Weil das Gute oft so nah liegt: Im französischen Küchenklassiker Ratatouille verbindet sich die Zucchini mit Paprika, Tomaten und Auberginen zu einem perfekten Ganzen. Außerdem schlägst du gleich zwei, nein vier Fliegen mit einer Klappe – wer nämlich viel Zucchini hat, hat meist auch jede Menge Paprika, Tomaten und Auberginen … Ganz Fleißige können Ratatouille auch gleich auf Vorrat machen und einfrieren oder einrexen. So verschwinden auch die größeren Zucchinikeulen spurlos.

Ratatouille mit Zucchini

Zucchini aus dem Rohr

Geht eigentlich immer. Entweder ausgehöhlt und mit Faschiertem gefüllt. Oder als saftige Zucchiniquiche. Oder als Zucchinigalette. Die schmeckt übrigens auch statt klassischem Baguette bei jeder Grillerei.

Saurer Zucchini

Mit eingelegter Zucchini kannst du auch im Winter noch dem Sommer nachschmecken. Außerdem geht es ganz einfach. Hier ist unser Vorrats-Rezept für dich:

Zutaten für 10 Gläser à 250 ml:

  • 1 kg Zucchini
  • 2 rote Paprika
  • ½ l Essig auf 1 ¼ Liter mit Wasser verdünnen
  • 3 TL Salz
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 3 EL Senfkörner
  • 1 TL Pfefferkörner
  • 2 Lorbeerblätter

Zubereitung:

  1. Zucchini und Paprika würfeln
  2. Knoblauchzehen halbieren
  3. Essig-Wasser-Mischung mit Gewürzen und Knoblauch erhitzen
  4. Zucchini und Paprika hinzufügen und 8 Minuten kochen lassen
  5. Gemüse abseihen und Essigwasser auffangen
  6. Zucchini-Gemüse in Gläser füllen und mit heißem Essigwasser bedecken, verschließen und für 10 Minuten auf den Kopf stellen

Saure Zucchini im Glas

Zoodles – Zucchininudeln

Zucchininudeln sind eine tolle Spaghettialternative. Dazu musst du einfach nur die Zucchini in Nudelform bringen, am besten geht das mit einem Spiralschneider. Dann dünstest du das Gemüse für rund drei Minuten in der Pfanne an. Dazu passt jede Sauce deiner Wahl. Fertig sind deine Zoodles! PS: Du kannst Zucchini auch anstatt der Pastablätter für deine Lasagne verwenden.

Zoats – Zucchini statt Getreideflocken

Klingt vielleicht erstmal recht schrägt, funktioniert aber wirklich! Bei den Zoats (Zucchini Oats) ersetzt du einen Teil deiner Frühstücksgetreideflocken durch ganz klein geraspelten Zucchini. Weil der so mild ist, schmeckst du ihn eigentlich gar nicht. Füg ihn gegen Ende der Kochzeit hinzu – so mischt du gleichzeitig jede Menge Vitamine in deinen Porridge.

Zucchinipommes

Es müssen nicht immer Erdäpfel sein – Lust auf etwas andere Pommes? Dazu Zucchini einfach in Pommesform schneiden, würzen und im Rohr goldbraun backen. Dazu passen Ketchup und Mayo. Oder alles, was dir sonst noch zu Pommes Freude macht.

Zucchinisalat

Zucchinisalat kannst du gleich wie Gurkensalat machen. Entweder klein raspeln und mit Essig, Öl, Paprika, Salz und Pfeffer abmachen oder in Scheiben hobeln. Du kannst auch ein Joghurtdressing anrühren – das passt sehr gut zu Zucchini.

Zucchiniblüten

Fiori di zucca – so klingend nennen die Italiener ihre Zucchiniblüten. Die gibt es in Italien entweder ohne alles oder auch ripieni (gefüllt). So oder so werden die Blüten in Fett frittiert. Schmeckt einfach himmlisch.

Zucchini Blüten und Zucchini Brot

Zucchinibrot

Du kannst Zucchini auch zusammen mit Mehl und Samen im Brot verstecken. Zucchinibrote sind vor allem im Sommer eine leichte Abwechslung zu Vollkornbroten.

Zucchinikuchen

Zucchini in Kuchen und Muffins zu schmuggeln, ist eine richtig leckere Methode, jede Menge Zucchini auf einen Schlag zu verwerten. Dazu raspelst du das Gemüse einfach klein und mischt es in die Teigmasse. Zucchini im Kuchen hat außerdem den Vorteil, dass der echt richtig saftig wird. Wenn du magst, glasierst du deinen Kuchen noch mit Schoko. Denn der passt – so wie beinahe alles andere – auch perfekt zu Zucchini.

Ein Tipp zum Schluss: Wenn du dir noch mehr Verarbeitungs-Ideen holen möchtest, schau dir doch unsere anderen Wunderwuzzis an und lies nach, was du aus Rhabarber und Äpfeln  alles machen kannst.

(14.07.2021)

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