Gemüse nach Saison

Heimisches Gemüse schmeckt am Besten, wenn es erntefrisch verarbeitet werden kann. Ich möchte Ihnen mit meinem kleinen Überblick helfen, die zeitlich richtige Wahl von Gemüsesorten für Ihre Speisen zu treffen.

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Gemüse nach Saison

Kürbis

Kürbis

Die Erntesaison erstreckt sich von Juni bis September. Die Kürbisse sind reif, wenn sie beim Klopfen hohl klingen, der Stiel verholzt ist und die Schale mit dem Fingernagel nicht mehr eingeritzt werden kann. Je kräftiger die Farbe und je kleiner der Kürbis, umso vitaminreicher und wohlschmeckender ist er.

Ein klassisches Rezept mit Kürbis ist der Kürbisstrudel mit Zwiebel aus frischem Strudelteig. Perfekt zur Herbstzeit passt auch ein Flammkuchen mit Kürbis und Mozzarella. Wer lieber etwas mit frischem Blech-Pizzateig zubereitet, dem ist die Kürbis-Pizza sehr zu empfehlen.

Eierschwammerl

Das Eierschwammerl ist bereits seit dem Altertum ein beliebter Speisepilz. Erntezeit ist von Juni bis November. Eierschwammerl gehen Symbiosen mit verschiedenen Nadel- und Laubbäumen ein. Der bevorzugte Baumpartner ist die Fichte. Aber auch Eichen, Kiefern und Tannen können als Symbiose-Partner fungieren. Daher beim Sammeln immer auch auf die Bäume achten, die sich im Wald befinden.

Der pikante Pilzstrudel oder eine Eierschwammerl-Quiche sind ein feines Herbstgericht.
Geputzt und in ein feuchtes Tuch gewickelt halten Eierschwammerl bis zu 5 Tage im Kühlschrank.

Eierschwammerl

Weißkraut

Weißkraut

Die Erntezeit beträgt Mitte Mai bis Oktober. Weißkraut ist im Herbst und Winter ein beliebtes Nahrungsmittel. Es schmeckt mild-würzig, sein Aroma entfaltet sich besonders gut, wenn es mit Kümmel gewürzt wird. Weißkraut enthält „Ascorbin“, eine Vorstufe des Vitamin C, das erst durch das Kochen zu Vitamin C umgewandelt wird. Aus ihm lassen sich Eintöpfe, Krautstrudel aus frischem Strudelteig, Krautwickel oder Salate herstellen.

Rotkraut

Die Erntezeit beträgt von Mitte Juni bis Oktober. Während frühe Sorten nur kurz im Kühlschrank aufbewahrt werden können, lassen sich späte Sorten einige Monate lang aufbewahren. Der Kopf sollte beim Einkauf geschlossen sein, die Blätter sollten weder rissig sein noch braune Flecken haben.
Roh wird Rotkraut als Salat oder Rohkostspeise genossen, zumeist wird es aber als Gemüse entweder gekocht oder gedünstet gegessen. Rotkraut eignet sich besonders als Beilage zu Geflügel, wie Gans oder Ente oder Wild. Herrlich schmeckt auch ein Rotkraut-Birnen-Strudel aus frischem Filo- oder Yufkateig.

Rotkraut

Karotten

Karotten

Karotten können, abhängig von den verschiedenen Sorten von Mai bis Dezember geerntet werden. Die Karotte ist das Gemüse mit dem weitaus höchsten Karotingehalt. Karotten sollen stets mit etwas Butter, Margarine oder Öl zubereitet werden. So kann der Körper das Vitamin A am Besten aufnehmen und verwerten.

Eine vegetarische Karottenquiche aus frischem Mürbteig oder ein Gemüsestrudel mit Ricotta sind richtiger Vitaminspender.

Erdäpfel

Die Erntezeit der Erdäpfel reicht von Juni bis November.

Der Geschmack der Knollen variiert von Sorte zu Sorte und erstreckt sich von mild, buttrig über nussig bis würzig. Die Kartoffel ist vielfältig einsetzbar – aus ihr lassen sich Suppen, Eintöpfe, Gratins und Salate  zubereiten. Aber auch bei Aufstrichen oder in Broten überzeugt der Erdapfel. Sie passen zu den unterschiedlichsten Zutaten und lassen sich so zu den verschiedensten Gerichten servieren. Wie wäre es mit einem ausgezogenen Erdäpfelstrudel aus frischem Strudelteig? Etwas aufwändiger ist das Schweinefilet im Erdäpfelmantel.

Erdäpfel

Steinpilz

Steinpilz

Die optimale Erntezeit ist Juli bis Oktober im Nadelwald unter Fichten und Kiefern, aber auch im Laubwald.

Zu Steinpilzen passen sehr gut Zwiebeln, Schalotten und Knoblauch, das Aroma des Steinpilzes sollte jedoch in keinem Fall überlagert werden. Natürlich können Sie auch mit Petersilie, Thymian und Salbei würzen. Verstärken kann man das Steinpilzaroma mit zerdrückten Körnern Koriander. Verwöhnen Sie Ihre Gäste mit einem Blätterteigkipferl mit Pilzfülle.

Werden Pilze in Plastiktüten gesammelt oder zu lange gelagert, so verderben sie sehr leicht. Verwenden Sie zum Sammeln daher einen offenen Korb.

Paprika

Grünen Paprika erntet man von April bis Mitte Oktober. Die gelben und roten Früchte sind von Juli bis Okober reif. Es gibt heutzutage kaum eine lokale Küche, in der Paprika nicht in irgendeiner Form eingesetzt wird. Jedoch ist die jeweilige Verwendung sehr unterschiedlich und stark an die regionalen Gewohnheiten angepasst.

Für ein vegetarisches Hauptgericht eignen sich Teigjalousien mit Paprika aus frischem Blätterteig.

Paprika

Blattspinat

Blattspinat

Im April hält der Blattspinat Einzug in unsere Küchen. Als kultivierte Gemüsepflanze ist Blattspinat in Europa, Asien und Nordamerika weit verbreitet. Blattspinat ist ein wichtiger Eisen und Vitaminlieferant. Frischer Spinat ist nur wenige Tage haltbar. In ein feuchtes Tuch gewickelt können Sie ihn bis zu zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren, bevor Sie ihn verarbeiten. Vor der Verarbeitung von frischem Spinat ist das gründliche Waschen wichtig, denn oft ist er sandig.
Da frischer Spinat in sich zusammenfällt, benötigt man ca. 1 kg Blattspinat, um knapp 500 g ausgepressten, blanchierten Spinat zu erhalten.

Ein köstliches Essen mit italienischem Flair ist die Pizza mit Spinat und Ricotta aus frischem Pizzateig. Eher etwas in Richtung Griechenland gehen die Spinattörtchen mit Feta aus frischem Mürbteig.

Brokkoli

Kann von Mitte Mai bis Mitte November geerntet werden. Brokkoli ist besonders reich an Mineralstoffen. Er kann sowohl roh als auch gegart genossen werden. Nicht nur die Röschen, sondern auch die zarten Blätter und die Stängel sind essbar. Frischen Brokkoli erkennen Sie an seiner kräftigen Farbe. Er sollte keine welken oder gar gelben Blätter haben. Brokkoli-Lachs-Päckchen im Filo- oder Yufkateig sind eine herrliche Kombination.

Brokkoli

Paradeiser (Tomaten)

Paradeiser (Tomaten)

Die Erntezeit der Paradeiser ist von Mitte Juli bis Mitte Oktober. Der Name Paradeiser leitet sich vom Wort Paradiesapfel ab. Paradeiser sollten immer rot geerntet werden, da sich die Geschmacksstoffe, die das vollendete Aroma ausmachen, erst am Stock bilden können. Deshalb schmecken importierte Paradeiser, die noch grün geerntet werden meisten nach nichts. Der grüne Stengelansatz sollte immer entfernt werden

Pflücken Sie sich ein paar erntefrische Paradeiser und bereiten Sie daraus Tomaten-Mozzarella-Stangen aus frischem Blech-Pizzateig.

Zucchini

Können von Mitte Juni bis Oktober geerntet werden.  Sehr  geschmacksintensiv sind die kleinen Früchte, die an der robusten kurzstämmigen Zucchinipflanze wachsen. Der der Gurke ähnelnde Zucchino, hat eine sehr dünne glatte Schale, die oft und gerne mitgegessen wird.

Ein Rezept, bei dem Zucchini wunderbar zur Geltung kommen, ist die Vegane Quiche mit Kartoffel und Zucchini.

Zucchini

Kohlrabi

Kohlrabi

Kohlrabi ist im Juni erntereif. Frische Knollen erkennt man an den festen Blättern. Er schmeckt roh in diversen Salaten, gedünstet als Beilage oder gefüllt. Auch in einer pikanten Torte mit Huhn und Gemüse aus frischem Blätterteig schmecken sie wunderbar.

Spargel

Kann von April bis Juni geerntet werden. Der Spargel sollte beim Kauf eine seidig, etwas glänzende Schale aufweisen. Spargel muß immer kühl und dunkel gelagert werden. Im Gemüsefach des Kühlschranks hält er bis zu 4 Tage.

Eine Spargeltarte mit frischem Blätterteig ist ein köstliches frühlingshaftes Gericht.

Spargel

Bärlauch

Bärlauch

Bärlauch ist ein wahrer Frühlinsbote. Er ist das erste frische Grün, das nach der kalten Jahreszeit spriesst. Bärlauch ist ein geschätztes Wildgemüse. Beim Kochen verliert Bärlauch allerdings schnell an Aroma, daher nur kurz mitgaren

Haben Sie schon einmal Bärlauch-Palatschinkenwürfel als Suppeneinlage probiert?